Familien- und Systemaufstellungen

Ausbildung Familien- und Systemaufstellungen

 

Diese Weiterbildung ist offen für alle Menschen. Für interessierte Profis sowie für alle die für sich selbst eine intensive, lebendige und reichhaltige Erfahrung machen wollen. Die Ausbildung eignet sich für den professionellen Einsatz der Methode sowohl in Gruppen als auch im Einzelsetting unter anderem für Ärzte, Heilpraktiker, Berater, Coaches, Trainer, Mediatoren, Sozialpädagogen und Regisseure.

Worum geht es?

Wir alle sind Teil eines großen Gefüges, verbunden mit Eltern, Familie, Partnern, Freunden, Kollegen, mit Schicksal und Geschichte. In der therapeutischen Begleitung von PatientInnen und KlientInnen begegnen wir also auch immer ihrer Herkunft und sozialen Einbindung. Um effizient wirken zu können, brauchen ganzheitliche Therapie und Beratung ein vertieftes Verständnis zwischenmenschlicher Beziehungen und ihrer heilenden Kräfte.

Im Mittelpunkt der Ausbildung steht daher das Erkennen und Erlernen systemischer Heilungs-Ansätze sowie deren Integration in die eigene Praxis.

Die Weiterbildung „Familienstellen“ eignet sich erfahrungsgemäß auch sehr gut für Menschen, die neben einer beruflichen Nutzung und über diese hinaus mehr darüber erfahren möchten, wie sie dazu geworden sind, wer sie sind. Wir haben oftmals Vorstellungen über unser „Gewordensein“  und über das, was in unserer Familie geschehen ist, die mit der „Realität“, mit dem Erleben und den Motivationen der anderen beteiligten Menschen dieser Familie nicht viel zu tun zu haben scheinen. Durch das Erleben der StellvertreterInnen erfahren wir ein tieferes Wissen, das uns hilft, das gesamte Geschehen zu begreifen und anzunehmen. In diesem Annehmen ist die Heilung und ein Freiwerden für unser Leben.
In den Positionen als StellvertreterInnen erweitern wir unser Verständnis von Anderen, auch von anderen Familiensystemen – und nicht zuletzt auch vom anderen Geschlecht. Die Erfahrungen  welche Kräfte in Beziehungen wirken, können neue Verhaltensmöglichkeiten eröffnen. Wir können dann unsere bestehenden Beziehungen besser gestalten und befrieden. Das Üben des Perspektivwechsels verhilft zu einem breitgefächerten Gespür und macht uns wiederum milder im Umgang mit Anderen.

Inhalte

1.Einführung in die Methode – Werkzeuge und Techniken
· Systemische Anamneseerhebung
· Erstellen eines Genogramms
· Schulung der Fremd- und Eigenwahrnehmung (Gestik, Mimik, Sprache, Energetik, Motorik, Sensorik)
· Übungen: innere Haltung in Beziehungen

2. Vorbereiten der Aufstellung
· Führen des Vorgespräches, Interviewtechniken
· Auftragsklärung, Zielvereinbahrung
· Welche Informationen sind wichtig?
· Aufmerksamkeitsfokussierung, Wahrnehmungsführung
· Wahl der Stellvertreter oder Medien
· Übungen: Beginn einer Aufstellung

3. Das Arbeiten mit Aufstellungen
· Herkunft- und Gegenwartssystem
· Grundlagen systemischer Ordnungen und Gesetzmäßigkeiten
· Psychodynamik in Familien
· Erkennen von Verstrickungen
· Umgang mit Kräften und Gefühlen in Systemen
· Übungen: Einzelarbeit und eigenes System

4. Entwickeln von Lösungen
· Prozessarbeit und innere Bilder
· Bedeutung und Gestaltung von Lösungssätzen
· Rituale und Symbole
· mit den „Bewegungen der Seele“ gehen
· ressourcenorientiertes Arbeiten
· Übungen: Aufstellungen mit der Gruppe- und Einzelarbeit

5. Umgang mit schwierigen Lebensthemen und Krisen
· Trennung, Tod, Krankheit, Flucht, Vertreibung, Sucht
· Persönliche und Systemtraumen
· Übungen: Aufstellungen mit der Gruppe und Einzelarbeit

6. Erweiterte Anwendung der Methode
. geistiges Familienstellen
· Organsystem
. innere Anteile

 

Hospitation:  Um mehr Erfahrungen zu sammeln und zu vertiefen haben alle Teilnehmer die Möglichkeit Aufstellungen der beiden Leiter kostenlos zu besuchen und dort als Stellvertreter oder Beobachter Erfahrungen zu sammeln und zu vertiefen.