Familienaufstellungen

Wir alle entstammen einer Familie und sind Teil einer Familie, auch wenn diese nicht immer so ist oder war wie wir sie uns gewünscht haben oder noch immer wünschen. In Ihr begegnen wir zuerst der Welt und die Welt begegnet uns durch sie. Hier gestalten wir, indem wir wachsen, unsere Gefühle und unsere innere Haltung uns selbst und unsere Umwelt gegenüber. Wir lernen an Eltern, Großeltern und Geschwistern was Richtig ist, was Falsch und wie ein Mensch im Leben steht. Wir wachsen an Ihnen empor, auch indem wir sie nachahmen. Manches tun wir bewußt, anderes unbewußt. So wie unsere Eltern schon vor uns.

In der Familie erleben wir uns im Wechselspiel der verschiedenen Kräfte menschlichen Seins. Anziehung, Ablehnung, Liebe, Haß, Achtung, Mißbrauch, Leid, Trauer, Scham, Wut, Zärtlichkeit. Dabei wirken unterschiedliche individuelle Interessen, größere Ereignisse (Krieg, Krankheit, Tod, Verlust der Arbeit) oder „Traditionen“ auch auf unser Wollen und Können ein, hindern oder fördern oder verpflichten uns. Ganz gleich wie die Atmosphäre „zu Hause“ ist (Gefühle, Emotionen, Gedanken und Werte) für uns ist das NORMAL. Wir kennen es so und es ist selbstverständlich, auch wenn wir damit nicht einverstanden sind.

In dieser NORMALITÄT kennen wir uns gut aus. Da haben wir einen Platz. Sei es als Liebling, als Clown, als schwarzes Schaf, als Helfer und Retter oder als Rebell. Unsere Rolle in der Familie füllen wir aus. Manchmal bis zur Erschöpfung. Siehe auch das Video, dass Joon Sander (12 Jahre) für uns gedreht hat.

Leider auch dann noch wenn wir schon lange von zu Hause fort sind. Selbst bis weit über den Tod der Eltern hinaus, kann der Einzelne seine gewohnte Rolle beibehalten. Nichts ist schwerer zu ändern als eine Gewohnheit. Warum tun wir das?

Neues lernen ist schwerer als Altes behalten. Gewohnheit, Prägung, Aufgabe. Wer bin ich wirklich, wenn ich alte Gewohnheiten lasse? Was tue ich wenn ich frei bin?